Am Anfang

Wenn Sie sich eine Katze anschaffen möchten, und dies sollte keine spontane Entscheidung sein, da Sie dieses Lebewesen über viele Jahre begleitet. Zunächst sollten Sie abklären, ob Sie persönlich oder Ihre Familienmitglieder keine Allergie gegenüber Katzen haben. Es ist mehr als schmerzhaft, sowohl für Mensch als auch  Tier, wenn sich nach einiger Zeit eine Unverträglichkeit herausstellt und eine Trennung unausweichlich ist.

Bedenken Sie auch, daß eine Katze ein Hobby ist ,dass nicht nur Zeit, sondern auch Geld kostet.
Neben Anschaffungspreis, Katzenfutter, Katzenstreu, Kratzbaum usw. sind auch Tierarztkosten (Impfung/Krankheit/Unfall) zu berücksichtigen.
Wir haben kein Verständnis für Menschen die sich eines Tieres entledigen, wenn es krank wird oder der Urlaub ansteht.
Deshalb verschenken oder verkaufen wir auch unsere Katzen nicht zu "Dumpingpreisen".
Sie sind uns wertvoll und deshalb sind sie auch ihren Preis wert.

Welche Rasse passt zu mir/ uns?

Es gibt eine große Anzahl von Rassen mit recht unterschiedlichen zugeordnetem Aussehen und Eigenschaften. Zum einen unterteilt man zwischen Kurzhaarrassen und Langhaar-und Semi-Langhaarrassen.
Wie schon der Name erahnen lässt - Katzen mit längerem Fellkleid benötigen mehr Fellpflege – sprich „ häufig Bürsten und Kämmen“.
Zu Ihnen gehören u.a. Perser, Angora, Türkisch Van, Maine Coon, Heilige Birma, Somali und die norwegische Waldkatze.

Zu den Kurzhaarrassen gehören Britsch- (Abk.BKH bzw. BSH für Britsh short hair), Europäisch- (EKH, zu den auch die „gewöhnliche“ Hauskatze zählt). Desweiteren Exotisch Kurzhaar,Orientalisch Kurzhaar sowie Manx, Scottisch Fold, Abessinier, Russisch Blau, Korat, Burma, Siam uvm.
Das heißt nicht, daß diese Rassen keine Fellpflege benötigen, aber sie ist meist weniger aufwendig.

Da wir Züchter von BKH`s sind möchten wir auf diese Rasse auch etwas näher eingehen.
Als typische Merkmale werden immer wieder „ ruhig, ausgeglichen, pflegeleicht, gesellig - aber nicht anpruchsvoll, stabil, stämmig, muskulös und majestätisch genannt.
Bei Katern wirken einige diese Eigenschaften ausgeprägter als bei weibl. Katzen.
Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass es sowohl schmusige kleine Teddy´s sein können, die sich aber durchaus als geschickte Mäusejäger entpuppen.
Ihre Stimme ist nicht besonders laut, wie z.B. bei Siamkatzen. Unser Poldi miaut gar nicht richtig; es hört sich eher wie meckern an. Jedoch ist unsere Sissi oder Kisu rollig, können beide ihr Stimmchen gewaltig ertönen lassen auf der Suche nach einem potenten Kater.
Unsere BKH´s lieben den menschlichen Körperkontakt, aber mögen das Hoch genommen werden nicht so gerne.

Das Fell ist leicht zu pflegen. d.h. kein Waschen!
Einmal bis zweimal wöchentliches Bürsten reicht absolut aus. Im Winter ist es nicht so oft erforderlich, da durch das geringere Tageslicht aufkommen die Haare langsamer wachsen.
Unser BKH - Katzentrio hat es im Vergleich zu unseren "Freigängernl"  lieber gemütlich warm.
Bis auf warme Frühlingstage und angenehme Sommerabende, die sie auf der Terrasse genießen, verbringen die BKH`s ihre Zeit in der Wohnung.

Welche Farbe soll's denn sein?

Die Fellfarben sind so variationsreich und haben für den „Neuling“ eine verwirrende Vielfalt. Auch die Farbnamen und Fellmuster wirkten zumindest auf uns recht abenteuerlich. Schwarz, weiß oder auch creme sind ja einfach vorstellbar, aber was versteht man unter „lilac“ oder „ black silver classic taby“???
Nur ein paar kuze Erklärungen dazu:
blue = Blau d.h. Grau in allen Abstufungen
lilac = Lavendelfarbend d.h. Helles beige
Bicolor= gleichmässig verteilte Farbpartien in rot, blau, schwarz oder creme auf weißem Grund
Tipping = Leithaare sind überwiegend weiss und sind im oberem Drittel in einer der Grundfarben (rot, schwarz, blau, creme, chocolate oder lilac) pigmentiert.
Tabby = Fellzeichnung (Linien im Fell)
Tabby classic(gestromt), Tabby spotted(getupft), Taby mackerel (getiegert)
Tortie = Schildplatt d.h. Farbstellung mit gemustertem Fell

(falls Sie es  ausführlich wissen wollen, fragen Sie einen Katzenzüchter oder lesen sie im Internet nach.)

So mannigfaltig die Fellfarben sind, so ist es auch mit der Augenfarbe.
Mit ca. 5 Wochen( u.U. auch erst später) wird die eigentliche Augenfarbe erkennbar. Kitten haben bis dahin tiefblaue Augen.
Die Farbpalette reicht von Smaragdgrün, Bernstein braun, kupferfarbene, tief orange, bis zu blauen Augen....

Ganz gleich für welche Rasse, Farbe usw. Sie sich entscheiden, es wird in den meisten Fällen sowieso Liebe auf den ersten Blick sein.
Auch eine Katze/Kater vom Bauernhof oder Tierheim kann ihr Herz erobern, viel Freude bereiten und hat ein Recht auf ein Gutes zu hause.

Wenn es denn eine Rassekatze sein soll...

Wenn es denn eine Rassekatze sein soll,- bitte, bitte, bitte suchen sSe sich einen Züchter der in einem Zuchtverband eingetragen ist und/oder vergewissern sie sich persönlich das ihr neues Familienmitglied aus „ gutem Hause“ kommt.
Unser persönlicher Rat: keine Katze über Internetauktionen erwerben.
Schauen sie sich persönlich an wo und wie die Katze bisher gehalten wurde.
Lassen sie nicht das Mitleid siegen, wenn sie ein krank wirkendes (Nase läuft oder Augen tränen) Kätzchen angeboten bekommen. Es hält für Sie nur Arbeit, Zeit und Kummer bereit.
Ein gesundes Tier hat ein glattes, glänzendes Fell (ohne Flöhe), die Ohren sind sauber und ohne Belag, der Bauch ist rundlich und weich und nicht hart, um nur einige beachtenswerte Punkte zu nennen.
Nehmen sie kein junges Kätzchen unter 12 Wochen. Verantwortungsvolle Züchter wissen das ein Kätzchen mit 6-10 Wochen seine Katzenmama und Geschwister braucht um u.a. sein soziales Verhalten zu entwickeln.

Katze oder Kater?

Das ist Ansichtssache.... Oftmals wird behauptet das ein Kater verschmußter sei?
Da müssten sie mal unsere Kisu erleben ,wenn sie ihr Streicheleinheiten einfordert.
Kater werden meisten größer als Katzen.
Aber ganz gleich ob Katze oder Kater, mit der Sie keine neuen Kitten züchten wollen, sollten sie kastrieren lassen. Wer bei uns ein Liebhabertier erwirbt, verpflichtet sich dazu dies bis zur Geschlechtsreife (ca. 6.Lebensmonat) durchzuführen.
Warum....?
Zum einem soll ein bestimmter Rassestandard erhalten bleiben (Bestandsschutz) zum anderen vermehren sich Katzen unvorstellbar schnell. Und wir wünschen unserem Nachwuchs ein artgerechtes Leben.

Außerdem, gerade geschlechtsreife Kater streunen gerne umher und makieren mit ihren nach Katzenpippi riechenden Duftmarken nicht nur Bäume, sonder auch Wohnzimmerwände, Sofas etc. Es sei denn Sie haben dafür ein Vorliebe.
Rollige Katzen können Einem während ihrer Rolligkeit (Empfängnisbereitschaft) schlaflose Nächte bereiten.
Das Katzen/Kater nach der Kastration faul und fett würden halten wir für ein Ammenmärchen und können dies nicht bestätigen.  Sie werden etwas ruhiger, aber für eine Wohnungskatze ist das sicherlich nicht das schlechteste.

Registrierung

Bei der Kastration wurden unsere Katzen direkt auch tätowiert.
Wir halten die Tätowierung für die bessere Methode der Kennzeichnung, als das Chippen (Metallchip unter der Haut, der durch ein Gerät ,über welches Tierärzte verfügen,der Besitzer ermittelt werden kann.)
Für den Fall das Ihnen ihr Kätzchen abhanden kommt, kann der Finder an der im Ohr befindlichen Markierung erkennen das es bereits einen `Dosenöffner` hat und keine wilde Katze ist. Die wenigsten Leute gehen nachdem sie ein fremdes Kätzchen aufgenommen haben als erstes zu einem Tierarzt. Desweiteren beugen Sie auch dem Handel mit Katzen vor, die für Versuchszwecke eingefangen werden.

Das neue Familienmitglied hält Einzug!

Es gibt eine Reihe an guter und preiswerter Fachliteratur, die darüber informiert was Sie alles benötigen z.B. Katzentoiletten, Futter, Kratzbaum, die Eingewöhnung, Impfungen usw.
Sprechen Sie mit Ihrem Züchter was Ihr Kätzchen braucht und was auch überflüssig ist.
Einige Tips von uns:
Ruhe und Geduld. Respektieren sie das Wesen der Katze.

Keine Dosenmilch!
Sie tun ihrem Stubentiger nichts gutes damit, da die Lactose vom Verdauungstrakt nicht verarbeitet werden kann. Durchfall ist Folge .

Sperren Sie ihr Kätzchen nicht aus oder weg, wenn es die ersten Nächte ohne Mama und Geschwister verbringen muss. Es wird ihnen unter Umständen die ganze Nacht kosten und nicht nur ein paar Stunden jammern. Später wird es sich sowieso sein eigenes Nacht- und Schlafplätzchen auswählen. Was aber natürlich auch ihr Bett sein könnte. Wir haben trotz der fünf Katzen nur selten nächtliche Bettbesucher. Außer Poldi, der gerne am Fussende schläft.